
MAA spricht mit Clemens H.
65 Jahre – und körperlich fitter und stärker als viele 30-Jährige
Mit 65 hören viele Männer auf, an sich und an ihrem Körper zu arbeiten. Clemens macht genau das Gegenteil. Warum ein erfolgreicher Geschäftsführer bewusst in Kraft, Haltung und körperliche Präsenz investiert – und was das über Selbstachtung, Disziplin und Veränderungsbereitschaft sagt.
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Foto: Clemens H., privat
Clemens, du bist 65 Jahre alt, Geschäftsführer eines mittelständischen Handwerksbetriebs und sportlich seit Jahrzehnten aktiv. Viele würden sagen: „Der braucht doch keinen Personal Trainer mehr.“ Warum hast du dich trotzdem dafür entschieden?
Weil ich gemerkt habe: Aktiv sein reicht irgendwann nicht mehr. Ich fahre viel Rad, habe früher Krafttraining gemacht, war als junger Mann Fallschirmjäger bei der Bundeswehr – Sport war immer Teil meines Lebens. Aber mit den Jahren verändert sich der Körper. Nicht dramatisch, aber spürbar. Die Muskelspannung lässt nach, der Bauch wird weicher, der Po hängt runter und die Haltung verändert sich schleichend.Und irgendwann habe ich mir ehrlich gesagt die Frage gestellt: Will ich das einfach hinnehmen – oder will ich aktiv dagegen arbeiten? Für mich war klar: Ich möchte nicht nur „fit für mein Alter“ sein. Ich möchte mich stark, aufrecht und attraktiv fühlen. Und dafür braucht es Struktur, System und jemanden, der genauer hinschaut als man selbst.
"Aktiv sein reicht irgendwann nicht mehr"
Was genau hast du an dir bemerkt, das dich zum Umdenken gebracht hat?
Es waren Kleinigkeiten. Keine Schmerzen, keine großen Einschränkungen – aber dieses Gefühl: Man wird träger. Die Körperspannung ist nicht mehr automatisch da. Der Rumpf fühlt sich nicht mehr so stabil an wie früher. Und wenn man ehrlich ist: Gerade Bauch- und Core-Bereich verändern sich im Alter zuerst.Ich habe gemerkt, dass ich zwar viel Ausdauer mache, aber Kraft, Stabilität und gezieltes Training an den „Problemzonen“ zu kurz kommen. Und ich wollte nicht warten, bis Probleme entstehen. Ich wollte präventiv handeln. Das war der Punkt, an dem ich gesagt habe: Jetzt gehe ich die Extrameile.
Du bist Geschäftsführer und trägst viel Verantwortung. Wie passt regelmäßiges Training in deinen Alltag?
Gerade deswegen passt es rein. Verantwortung kostet Energie. Entscheidungen treffen, Mitarbeiter führen, Probleme lösen – das alles verlangt mentale Stärke. Training ist für mich kein zusätzlicher Stress, sondern ein Ausgleich. Es bringt Struktur in meinen Alltag. Ich komme raus aus dem Kopf, rein in den Körper. Danach bin ich klarer, ruhiger, fokussierter.Früher habe ich Sport oft „nebenbei“ gemacht. Jetzt plane ich ihn bewusst ein. Und das macht einen riesigen Unterschied.
Für die Extrameile hast du dich für die Zusammenarbeit mit einem Personal Trainer entschieden Was hat sich seit Beginn der Zusammenarbeit konkret verändert?
Ich habe mich bei Daniel Gröber aus Aalen gemeldet und arbeite mittlerweile seit circa einem halben Jahr mit ihm zusammen.
Mein Körpergefühl hat sich deutlich verbessert. Ich fühle mich stabiler und kräftiger – nicht nur im Training, sondern im Alltag. Ich merke, dass meine Muskulatur besser anspricht, Bewegungen sauberer und kontrollierter werden. Und ganz ehrlich: Man sieht es auch. Bereiche, die mit den Jahren weicher geworden sind – vor allem Rumpf, Beine und der Po – sind deutlich straffer geworden. Das motiviert zusätzlich.
"Ein externer Impuls bringt Klarheit"
Was aber für mich als Unternehmer besonders wichtig war: Allein hätte ich dieses Niveau nicht erreicht. Ich bin leistungsorientiert, diszipliniert – aber man fordert sich selbst selten so konsequent und so ehrlich wie jemand von außen. Ein externer Impuls bringt Klarheit, Struktur und auch eine gewisse Verbindlichkeit. Da ist jemand, der nicht nur begleitet, sondern gezielt nachschärft und dich nicht in deiner Komfortzone lässt.
Obwohl ich mich schon immer stark für Physiologie und den menschlichen Körper interessiert habe, habe ich in der Zusammenarbeit enorm dazugelernt. Über Bewegungsmuster, Belastungssteuerung, Regeneration und über Details, die man als ambitionierter Sportler oft unterschätzt. Dieses Wissen hat mein Training auf ein völlig anderes Niveau gehoben.
Und ich habe etwas Grundsätzliches verstanden – etwas, das auch im Unternehmertum gilt: Wer besondere Ergebnisse will, braucht besondere Maßnahmen. Durchschnittlicher Einsatz führt zu durchschnittlichen Resultaten. Wenn man mehr will – mehr Kraft, mehr Haltung, mehr Präsenz – dann braucht es System, Strategie und professionelle Begleitung. Genau das hat für mich den Unterschied gemacht. Körperlich. Mental. Und auch im Selbstanspruch.
Du sprichst offen davon, auch mit 65 noch attraktiv sein zu wollen. Warum ist dir das wichtig?
Weil Attraktivität nichts mit Alter zu tun hat. Es geht nicht um Sixpack oder Schönheitsideale. Es geht um Ausstrahlung, Haltung, Präsenz.Wenn man aufrecht geht, Kraft ausstrahlt, sich gut im eigenen Körper fühlt – dann wirkt man automatisch anders.Ich habe keine Lust, mich innerlich schon abzuschreiben, nur weil eine Zahl im Ausweis steht. Ich will lebendig bleiben. Und dazu gehört für mich auch, mich selbst ernst zu nehmen.
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Was würdest du Männern in deinem Alter sagen, die überlegen, ob sie „noch anfangen sollen“?
Hört auf, euch zu unterschätzen. Der größte Fehler ist nicht das Alter – sondern das Warten.Man muss nicht perfekt sein. Man muss nur anfangen. Und man muss bereit sein, alte Gewohnheiten zu hinterfragen.Ich sehe so viele Männer, die sagen: „Früher war ich fit.“ Aber früher bringt heute nichts. Entscheidend ist, was du jetzt machst. Der Körper reagiert in jedem Alter – wenn man ihm die richtigen Reize gibt.
Was hat diese Entscheidung für dich persönlich verändert?
Ich fühle mich wieder mehr bei mir selbst. Mehr Kontrolle über meinen Körper, mehr Bewusstsein für meine Gesundheit.Es ist ein gutes Gefühl, aktiv Verantwortung für sich selbst zu übernehmen – nicht nur im Beruf, sondern auch für den eigenen Körper.Und ganz ehrlich: Es macht Spaß, sich selbst noch einmal neu herauszufordern.











