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Wirtschaft & Finanzen

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MAA spricht mit Julian Starz

Im Gespräch: Julian Starz über Verantwortung und die Zukunft von Starz Metallbau

Julian Starz berichtet, wie Vertrauen aus täglicher Leistung entsteht und wie er Starz Metallbau mit Klarheit und Struktur voranbringt. Er leitet ein mittelständisches Metallbauunternehmen mit rund 90 bis 100 Mitarbeitenden. Sein Anspruch ist klar: verlässliche Qualität, saubere Abläufe und Entscheidungen, die im Alltag funktionieren.
Bevor er die Geschäftsführung übernommen hat, hat er den Betrieb bewusst von innen kennengelernt und verschiedene Aufgabenbereiche durchlaufen. Diese Erfahrung prägt seinen Führungsstil bis heute.

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Foto: Julian Starz, privat

„Akzeptanz entsteht nicht durch eine Position, sondern durch das, was man täglich tut“


Julian, wenn man heute auf dich schaut, sieht man einen 32-jährigen Geschäftsführer eines mittelständischen Metallbauunternehmens. Was hat dich geprägt und was war dir früh wichtig?


Meine Stärke lag schon immer in der Praxis: Dinge anfassen, verstehen, umsetzen.

Geprägt hat mich dabei auch meine Familie. Mein Vater hat sich immer gewünscht, dass ich eines Tages im Familienunternehmen mitarbeite. Dieser Gedanke war früh da, auch wenn ich als Jugendlicher zunächst ganz andere Träume hatte.


"Geprägt hat mich dabei auch meine Familie"


Ein wichtiger Schritt war für mich, neue Umfelder kennenzulernen und meinen eigenen Weg zu finden – das hat mein Selbstvertrauen gestärkt und mir Orientierung gegeben.


Mit der Ausbildung zum Metallbau-Konstruktionsmechaniker habe ich schließlich ganz bewusst den Einstieg ins Handwerk gewählt. Und dort war schnell klar: Das passt. Die praktische Arbeit, der Umgang mit Material und das sichtbare Ergebnis, darin habe ich mich von Anfang an zu Hause gefühlt.



Was nimmst du aus dieser Zeit heute in deine Rolle als Geschäftsführer mit?


Vor allem den Respekt vor dem Detail. Wenn im Kern sauber gearbeitet wird, ist auch das Ergebnis stabil. Und gute Leistung entsteht selten durch Einzelne. Meine Aufgabe sehe ich heute darin, dieses Zusammenspiel zu orchestrieren, nicht als Einzelkämpfer, sondern als Teil eines Teams.


"gute Leistung entsteht selten durch Einzelne"




Du hast nach der Ausbildung Fachabitur und den Betriebswirt im Handwerk gemacht. Warum genau dieser Weg?


Mir war klar: Wenn ich irgendwann Entscheidungen treffen will, die das Unternehmen betreffen, brauche ich betriebswirtschaftliches Wissen. Also habe ich mich bewusst für den Betriebswirt im Handwerk entschieden. Heute bin ich froh darüber, weil es mir die Grundlage gegeben hat, unternehmerisch sauber zu arbeiten.



Viele kennen dich noch als "den Sohn vom Chef". Wie bist du mit diesem Stempel umgegangen?


Ich habe das nie grundsätzlich als etwas Negatives empfunden, sondern eher als eine Ausgangslage mit besonderer Verantwortung. Im Betrieb zählt am Ende, ob man liefert, ob Entscheidungen fair getroffen werden und ob man bereit ist, sie auch zu tragen.


Wenn der Chef im Unternehmen Chef ist und zu Hause Vater, ist Verantwortung früh präsent. Für mich war deshalb immer wichtig, die Rollen sauber zu leben: im Betrieb professionell, zu Hause menschlich.


"Integrität, Ehrlichkeit und Dinge beim Namen nennen"


Mein Ansatz war dabei immer derselbe: Integrität, Ehrlichkeit und Dinge beim Namen nennen. Das hat mich nicht vor Reibung bewahrt – im Gegenteil. Gespräche sind auch mal eskaliert, und manches hat Lehrgeld gekostet. Aber langfristig schafft genau das Wachstum und Vertrauen. Ich habe mich immer ehrlich gezeigt – ohne den Anspruch, perfekt zu wirken.



Du bist nicht direkt als Geschäftsführer eingestiegen. Warum war dieser Zwischenschritt wichtig?


Weil Akzeptanz nicht durch eine Position oder einen Titel entsteht, sondern durch Taten. Mir war wichtig, zu verstehen wie der Betrieb funktioniert. Ich habe verschiedene Stationen durchlaufen, von Bauleitung und Kalkulation über Service bis hin zur Montage.


Ich habe mit den Menschen gearbeitet, sie kennengelernt und Beziehungen aufgebaut- das schafft eine gemeinsame Basis und macht Entscheidungen belastbarer.



Du bist ein junger Geschäftsführer in einer Branche, die gerade stark unter Druck steht. Was fordert dich aktuell am meisten?


Das Tempo im Markt. Technologische Entwicklungen, Digitalisierung und veränderte Rahmenbedingungen laufen parallel. Dazu kommen schwankende Preise und ein hoher Wettbewerbsdruck. Entscheidend ist, wachsam zu bleiben, Prioritäten richtig zu setzen und trotzdem strukturiert zu handeln.


Mich fordert dabei vor allem, alle Stellschrauben im Blick zu behalten und Entscheidungen rechtzeitig zu treffen. Genau das verstehe ich aber als Kern von Unternehmertum: Verantwortung zu übernehmen, Orientierung zu geben und den Wandel aktiv zu gestalten.



Du trägst viel Verantwortung. Wie sorgst du dafür, dass du langfristig leistungsfähig bleibst?


Ausgleich ist für mich kein Nice-to-have, sondern Teil von Leistungsfähigkeit. Die Jagd ist ein wichtiger Gegenpol zum Alltag: draußen sein, Ruhe, Konzentration – ohne Telefon und ohne Termine. Dort sortiere ich Gedanken und gehe mit klarem Kopf zurück in den Alltag.


Auch Musik spielt dabei eine Rolle. Gitarre oder Klavier zu spielen, hilft mir abzuschalten und wieder Fokus zu finden. Dieser Mix aus Natur, Stille und Kreativität ist für mich wichtig, um langfristig leistungsfähig zu bleiben.



Was ist dir für die kommenden Jahre wichtig – persönlich und für das Unternehmen?


Mir war immer klar: Ich bin nicht allein. Mein Vater ist noch an meiner Seite, und wir haben eine starke zweite Führungsebene und ein Team, auf das ich mich verlassen kann. Das gibt mir Rückhalt und ist mir persönlich sehr wichtig.

Für das Unternehmen wünsche ich mir, dass wir uns gesund weiterentwickeln, mit stabilen Abläufen und verlässlicher Qualität.

 

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