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MAA befragt Aalen
Straßenumfrage: „Worauf sind Sie im Leben besonders stolz?“
In einer Welt, die oft vom „Höher, Schneller, Weiter“ geprägt ist, tut es gut, kurz innezuhalten und sich zu fragen: Was habe ich eigentlich schon erreicht? Worauf bin ich stolz?
Wir haben uns in Aalen und Umgebung umgehört und ganz unterschiedliche Menschen gebeten, mit uns genau diesen Moment zu teilen – ehrlich, berührend, manchmal bescheiden, manchmal voller Stolz.
Hier kommen 20 Antworten aus dem Herzen.
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Bild: Heiko Rössel, Canva
1. Christa K. aus Unterkochen, 72 Jahre
„Ich bin stolz, dass ich drei Kinder großgezogen habe – ganz allein, nach dem frühen Tod meines Mannes. Heute sind alle drei gut im Leben angekommen, haben eigene Familien, und wir haben einen engen Zusammenhalt. Ich denke oft: Wenn ich sonst nichts erreicht hätte – das reicht.“
2. Timo B. aus Aalen, 34 Jahre
„Stolz? Puh… Ich glaube, am meisten darauf, dass ich meine Angststörung überwunden habe. Ich konnte früher kaum Bus fahren, geschweige denn vor Menschen sprechen. Heute arbeite ich im Kundenservice, habe ein Ehrenamt übernommen und bin in einer glücklichen Beziehung. Das ist ein riesiger Schritt.“
3. Elvira M. aus Dewangen, 59 Jahre
„Ich bin stolz, dass ich mich mit fast 50 nochmal beruflich verändert habe. Ich war jahrzehntelang Verkäuferin, habe dann eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht. Heute habe ich meine eigene kleine Praxis – es war nie zu spät.“
4. Daniela R. aus Hofen, 28 Jahre
„Ganz ehrlich: Dass ich den Mut hatte, mich von meinem toxischen Ex-Freund zu trennen. Ich war sieben Jahre in einer Beziehung, die mir nicht gutgetan hat. Jetzt habe ich mein eigenes Leben aufgebaut – mit Selbstbewusstsein und Selbstliebe.“
5. Josef G. aus Ebnat, 83 Jahre
„Ich bin stolz, dass ich immer meinen Prinzipien treu geblieben bin. Ich habe nie jemanden betrogen, war 58 Jahre mit meiner Frau verheiratet, habe mein Haus selbst gebaut. Und ich hab versucht, ein guter Mensch zu sein – das zählt.“
6. Merve S. aus Aalen, 23 Jahre
„Ich bin stolz, dass ich trotz schwieriger Kindheit mein Abi geschafft habe. Meine Eltern hatten wenig Zeit für mich, viel Streit – aber ich hab mich durchgebissen. Jetzt studiere ich Soziale Arbeit, weil ich Kindern helfen will, denen es ähnlich geht.“








