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Kultur, Film & Musik

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MAA bittet um Mithilfe

"Der stille Wettbewerb"

Ein Mord in Aalen. Drei Täter kommen in Frage. Aber wer hat Gelegenheit, Wissen und Motiv. Hilf der Kripo in Aalen und ermittle den Mörder mit!

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Foto: MAA

Auflösung des Krimis vom Februar



Der Täter ist Tobias Reutter.


Entscheidend ist nicht ein großes Indiz, sondern die Kombination von drei unscheinbaren Details, die im Text bereits enthalten sind:


  1. Der Schlüsselbund lag griffbereit auf dem Tresen – obwohl er normalerweise am Gürtel getragen wird.

    Das bedeutet: Jemand hat den Schlüsselbund bewusst abgelegt, während er noch im Bus war. Maren Klotz war abends nicht dort. Hanna Seidel verließ den Bus um 19.05 Uhr und ging Richtung Basilika; sie hätte keinen Grund gehabt, den Bus-Schlüsselbund am Tresen zu platzieren – sie brauchte ihn nicht. Tobias Reutter hingegen hatte ihn nachweislich dabei und benutzte ihn um 19.10 Uhr zum Abschließen.

  2. Die Tür war beim Auffinden verschlossen, die Schlüssel lagen aber innen auf dem Tresen.

    Der Bus lässt sich nicht von außen abschließen, während der Schlüssel innen liegen bleibt – es sei denn, man nutzt die automatische Verriegelung von außen mit dem zweiten Schlüssel oder mit dem Zentralmechanismus und wirft den Schlüsselbund vorher hinein. Dafür braucht man Kenntnis der Schließanlage und die Routine damit. Diese hat im Täterkreis nur der Fahrer.

  3. Das Gift musste über den Mund aufgenommen werden, und der einzige eindeutige „Mundkontakt“-Gegenstand im Tatzeitfenster ist der Becher mit Kaffeerest auf dem Tresen.

    Hanna Seidel brachte Thermoskanne und Gebäck, ja – aber die Kanne war leer und stand offen sichtbar dort. Wäre sie präpariert gewesen, hätte jeder, der daraus trank, gefährdet sein können (auch Reutter selbst oder Kinder vorher). Der Becher hingegen war individuell, nicht öffentlich, nicht für eine Gruppe. Er war ein „Einzelobjekt“ – ideal für gezielte Vergiftung. Und wer kontrollierte den Tresen, die Getränkeausgabe, die Becher? Der Fahrer, Tobias Reutter. Er konnte Maurer den Becher reichen oder ihn so stehen lassen, dass Maurer ihn – allein im Bus – unbewusst ansetzt.



Warum nicht Maren Klotz?

Sie hatte Motiv, aber keine Möglichkeit, das Gift so zu platzieren, dass es genau in diesem Zeitfenster über den Mund aufgenommen wird, ohne dass andere es erwischen. Dazu hätte sie wissen müssen, dass Maurer in den letzten 40 Minuten allein im Bus sitzen und gerade diesen Becher benutzen würde.


Warum nicht Hanna Seidel?

Sie brachte zwar Lebensmittel, aber gerade diese wären als Tatmittel zu unsicher gewesen, weil sie von mehreren Personen hätten konsumiert werden können. Außerdem verließ sie den Bus früher (19.05 Uhr) und hatte keinen Zugriff auf den Bus-Schlüsselbund und die Schließlogik, die erklärt, warum die Tür verschlossen war, die Schlüssel aber innen lagen.


Damit bleibt nur Tobias Reutter: Er hatte das technische Wissen, den Schlüsselbund, den Zugriff auf den individuellen Becher – und ein Motiv, das durch den Spendenumschlag verstärkt wird. Dass die Spenden aus Neunheim offen auf dem Tresen lagen, passt dazu: Maurer hatte vermutlich begonnen, etwas zu hinterfragen oder zu zählen. Reutter musste verhindern, dass Maurer den Umschlag sicherte oder darüber sprach.


Unfall, Suizid und ein unbekannter Dritter sind ausgeschlossen: Das Gift wurde gezielt über einen Mundkontaktgegenstand verabreicht, der Bus war geschlossen, die Zutritte sind belegt, und der Täterkreis ist auf genau diese drei Personen begrenzt.


Tobias Reutter war nicht der Verdächtigste.


Aber er ist der einzige, der alle drei stillen Voraussetzungen zugleich erfüllen konnte: Zugang – Kontrolle – Schließlogik.




Der neue Fall im März:

Der stille Wettbewerb



In der Aalener Innenstadt, zwischen Marktplatz und Kocherstraße, liegen zwei Traditionslokale nur wenige Gehminuten auseinander: das „Bierhaus am Spritzenhausplatz“ und das „Kocherstüble“ in einer Seitenstraße nahe der Stadtkirche.


Über Jahre hatte man sich respektvoll ignoriert. Doch seit die Stadt Aalen angekündigt hatte, beim kommenden Stadtfest nur noch eine Kneipe exklusiv mit dem Ausschank auf dem Rathausplatz zu betrauen, war aus stiller Konkurrenz offener Wettbewerb geworden.


Am Morgen des 12. Juli wurde Thomas Reger, 58, Inhaber des Bierhauses, tot in seinem Büro über dem Schankraum gefunden.


Die Tür war verschlossen gewesen, von innen. Das Fenster stand einen Spalt offen. Auf dem Schreibtisch stand ein halbleeres Glas Trollinger. Neben ihm lag die Bewerbungsmappe für das Stadtfest – sorgfältig zusammengestellt, mit Kalkulationen, Lieferverträgen und Sponsoringzusagen.


Der Hausarzt, der zufällig Stammgast war, stellte fest: kein Sturz, keine Verletzung. Aber deutliche Anzeichen einer Vergiftung. Später bestätigte die toxikologische Untersuchung: eine hohe Dosis Digitalis – ein Herzmittel, das in entsprechender Menge tödlich wirkt.


Reger hatte keine Herzprobleme. Das Präparat war ihm nicht verschrieben.


Die Polizei schloss schnell aus, dass es sich um einen natürlichen Tod handelte. Ebenso wenig um einen Suizid – es fanden sich keinerlei entsprechende Medikamente im Haus, kein Abschiedsbrief, keine depressive Vorgeschichte. Reger hatte am Vorabend noch mit Vorfreude über seine Chancen gesprochen.


Ein Unfall war ebenfalls ausgeschlossen: Digitalis ist kein Stoff, der zufällig ins Weinglas gelangt.


Und eine unbekannte dritte Person? Die Überwachungskamera im Treppenhaus zeigte: Nach 20.30 Uhr hatte niemand das Büro betreten oder verlassen. Und um 20.30 Uhr lebte Reger noch – das bestätigte ein Telefonat.


Der Kreis der Personen, die an diesem Abend Zugang hatten, war klein. Genau drei Menschen hielten sich zwischen 18 und 22 Uhr im Bierhaus auf:


  1. Sabine Reger, 56, seine Ehefrau, die das Servicepersonal leitete.

  2. Martin Hecht, 45, sein langjähriger Geschäftsführer.

  3. Claudia Bruckner, 52, Inhaberin des konkurrierenden Kocherstübles.



Alle drei hatten ein Motiv. Und alle drei waren an diesem Abend im Haus.




Sabine Reger


Die Ehe galt als stabil, doch in den letzten Jahren hatte es Spannungen gegeben. Thomas Reger plante, das Bierhaus an eine Brauereikette zu verkaufen – gegen den ausdrücklichen Willen seiner Frau. Sie wollte das Lokal als Familienbetrieb erhalten. Mehrfach hatte sie Freunden gesagt: „Er verrät alles, was wir aufgebaut haben.“ Am Abend des Todes war sie bis etwa 19.30 Uhr im Schankraum tätig. Danach habe sie laut eigener Aussage die Tagesabrechnung im Erdgeschoss vorbereitet. Gegen 20.15 Uhr habe sie ihrem Mann ein Glas Trollinger ins Büro gebracht – wie fast jeden Abend. Sie verließ das Büro nach wenigen Minuten. Danach, so sagte sie, habe sie es nicht mehr betreten.



Martin Hecht


Hecht war seit 18 Jahren im Betrieb. Loyal, ruhig, zuverlässig. Doch hinter vorgehaltener Hand wusste man: Wenn Reger verkaufte, würde Hecht seine Stellung verlieren. Er hatte gehofft, selbst Mitinhaber zu werden. Vor einem halben Jahr hatte Reger diesen Wunsch jedoch zurückgewiesen. Am Tatabend habe er bis 20.30 Uhr die Lieferungen geprüft und sei dann nach Hause gegangen. Die Kamera im Treppenhaus zeigte ihn um 20.05 Uhr auf dem Weg nach oben – angeblich, um einige Unterlagen ins Büro zu bringen. Um 20.12 Uhr kam er wieder herunter. Er erklärte, Reger habe telefoniert und nur kurz genickt.




Claudia Bruckner


Ihr Kocherstüble hatte in den letzten Monaten an Umsatz verloren. Sollte Reger den Zuschlag für das Stadtfest erhalten, wäre das für sie wirtschaftlich problematisch.Sie war an diesem Abend im Bierhaus – offiziell, um „Frieden zu schließen“. Gegen 19 Uhr hatte sie Reger aufgesucht. Mehrere Gäste sahen sie mit ihm im Schankraum sprechen. Um 19.20 Uhr ging sie laut Kamera ins Treppenhaus und nach oben. Um 19.35 Uhr kam sie wieder herunter. Sie sagte aus, sie habe ihm ein Angebot gemacht: eine gemeinsame Bewerbung für das Stadtfest. Reger habe abgelehnt. Danach habe sie das Haus verlassen. Tatsächlich zeigte die Kamera sie um 19.40 Uhr beim Verlassen des Gebäudes.




Der zeitliche Ablauf



19.20–19.35 Uhr: Bruckner im Büro.


20.05–20.12 Uhr: Hecht im Büro.


20.15 Uhr: Sabine Reger bringt das Glas Trollinger.


20.30 Uhr: Reger telefoniert mit einem Vertreter der Stadtverwaltung. Laut dessen Aussage klang er „wie immer – sachlich, etwas angespannt, aber völlig klar“.


Gegen 21.15 Uhr fand Sabine Reger ihren Mann tot im Sessel.


Das Gift musste also zwischen 19.20 Uhr und spätestens 20.15 Uhr ins Glas oder in die Flasche gelangt sein – denn das Glas stand bei Sabines Eintritt bereits halb gefüllt auf dem Schreibtisch.


Im Büro fand man keine Digitalispackung. Allerdings wuchs im Innenhof des Bierhauses seit Jahren Fingerhut – dekorativ gepflanzt entlang der Mauer. Jeder im Haus wusste das.


Fingerhut enthält Digitalis.


Claudia Bruckner betreibt im Kocherstüble eine kleine Kräuterecke mit selbst angesetzten Likören.


Martin Hecht pflegte den Innenhof.


Sabine Reger kümmerte sich um die Blumendekoration.


Der Wettbewerb um das Stadtfest sollte drei Tage später entschieden werden.


Der Tote hatte die bessere Kalkulation.



Wer tötete Thomas Reger?

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